S p a c e - N e w s - A u s t r i a

Weltraumpioniere

Der Mensch wollte schon immer weiter, höher und schneller fliegen.

Es begann mit zaghaften Versuchen zuerst mit Heißluftballonen, dann mit abenteuerlichen Flugzeugen die jedoch immer schneller wurden, weiter fliegen konnten und immer mehr Personen transportieren konnten.

Da es dem Menschen derzeit nicht möglich ist andere Planeten oder gar Sterne zu erreichen, baute er Raumsonden, die die Erforschungen führen sollten.

Zaghaft und vorsichtig schickte man die Sonden zu anderen Himmelskörpern.

Erst mit dem Start von Pioneer 10 und 11 sollten Raumsonden wirklich weit entfernte Planeten besuchen und Experimente durchführen wie keine Sonde vor ihnen.

Pioneer 10 startete am 2 März 1972 und Pioneer 11 am 5. April 1973...

Auf beiden Sonden wurden mit Gold überzogene Plaketten angebracht, die eventuellen außerirdischen Lebewesen einige grundlegende Informationen über den Menschen liefern sollten.

Die Plaketten zeigen woher die Raumsonde kommt, wie die Menschen aussehen, die die Raumsonde gebaut haben und wie groß sie im Vergleich zur Sonde sind. Durch die Angabe einiger Pulsare ist sogar die Errechnung der Erdposition im All möglich.

Erste Station für beide Raumsonden sollte der Planet Jupiter sein. Pioneer 11 sollte anschließend weiter zu Saturn fliegen.

Wichtige Entdeckungen wurden von diesen beiden Raumsonden gemacht, die weitreichende Konsequenzen für die zukünftigen Weltraummissionen haben sollten und auch für unser Verständnis des Sonnensystems. Zuerst wurde ein Mythos des Asteroidengürtels zerschlagen, indem bewiesen wurde, daß Raumsonden sicher den Gürtel durchqueren und zu den äußeren Planeten gelangen können.

Bei Jupiter angekommen erforschten sie die Magnetosphäre. Sie entdeckten einen dünnen Ring um Jupiter und lieferten erste phantastische Bilder aus diesem System zurück zur Erde, deren Auswertungen heute noch andauern.

Und was machen die Raumsonden heute?

Pioneer 10

Pioneer 11

Pioneer 10 war am 3. Dezember 2003 sagenhafte 12,47 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Das Licht braucht für die Strecke hin und zurück  23 Stunden und 7 Minuten.
Am 27.4.2002 wurden von der DSN-Station in Madrid das letzte Mal Telemetriedaten empfangen. Das letzte sehr schwache Signal wurde am 23.1.2003 von den Antennen auf der Erde empfangen.
Pioneer 10 setzt seine Reise in den interstellaren Raum mit einer Geschwindigkeit von 12,24 km/Sekunde fort und wird den Stern "Aldebaran" (68 Lichtjahre entfernt von der Erde) in etwa 2 Millionen Jahren erreichen.

Die Mission von Pioneer 11 hat geendet. Die letzte Kommunikation mit der Sonde fand im November 1995 statt. Die Batterien sind erschöpft. Die Raumsonde bewegt sich nun auf die Sternkonstellation "Sagittarius" zu. Pioneer 11 wird in etwa 4 Millionen Jahren einen dieser Sterne passieren.

Diese Raumsonden wurden nicht umsonst Pioniere genannt, da sie wirklich großartige Arbeit in der Erforschung des Sonnensystems leisteten und auch den Technikern und Wissenschaftlern die Gelegenheit gaben, Techniken zu erproben, die für alle weitere Sonden außerordentlich wichtig waren und sind.

Davon profitiert haben zum Beispiel die VOYAGER - Raumsonden. In Kürze gibt es hier einen kleinen Bericht über diese Sonden zu lesen.

 

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